Der Bussard
Der Bussard in der Naturkunde:
Allgemeines über den Bussard
Der lateinische Name des Bussards ist Buteo. Er gehört zu der Gattung der Vögel und ist ein Greifvogel. Er gehört zu den Habichtarten.
Größe und Körperbau
Bussarde sind mittelgroß. Sie können zwischen 40 cm und 60 cm groß und 600 g bis 1000g schwer werden. Sie haben einen kurzen und breitgefächerten Schwanz und weite Flügel. Mit diesen können sie quasi in der Luft schweben.
Merkmale und Gefieder
Alle Bussardarten haben einen stark gebogenen Schnabel.
Alle Bussararten haben auch starke Füße. Je nach Bussardart erschein sein Gefieder in unterschiedliche Schattierungen. Diese können von unterschiedlichen Grautönen, weiß, braun und rot sein.
Unterschiede zwischen Männchen und Weibchen
Die Männchen sind in der Regel etwas größer als die Weibchen, allerdings sind sie viel leichter als die Weibchen. Weibchen können das Maximalgewicht von 1kg erreichen. Bussarde werden in der Regel 10-20 Jahre alt.
Verbreitung weltweit
Er ist weit verbreitet auf der Erde und kommt in Asien, Afrika, Amerika und Europa vor.
Es gibt laut Wikipedia 29 Bussardarten. In Afrika leben überwiegend Felsen- und Bergbussarde sowie der Galpagosbussard und der südamerikanische Rotrückenbussard.
Der Mäusebussard in Europa
In Europa ist der Mäusebussard der am weit verbreiteste Bussard und auch der am meisten vorzufinden Greifvogel. Der bei uns am meisten vorkommende Mäusebussard ist von kompakter Statur und sein Gefieder ist grau und weiß gefleckt. Sein Bauch ist in der Regel viel heller als der Rest des Gefieders. Das Gefieder der Jungvögel Ist am Anfang weiß und wird nach und nach gefleckter und dunkler. Man erkennt die Jungvögel an dem weiß ummantelnden Federkleid. Bei einer durchschnittlichen Körperlänge von 50 cm erreicht die Spannweite seiner Flügel etwa 130cm.
Lebensraum
Er lebt überwiegend in Wäldern, die von Wiesen, Steppen oder Graslandschaften angrenzt. Von dort aus kann der Bussard in die angrenzenden Gebiete fliegen und sein Jagdgebiet gut auskundschaften. Oft findet man ihn auch bei landwirtschaftlich genutzten Flächen, aber auch an stark befahrenen Straßen, wie Autobahnen.
Ernährung und Jagdverhalten
Bussarde sind in der Regel Spezialisten als Jäger von Kleinsäugern, wie Mäuse, kleinen Nagetieren, Kaninchen oder Jungvögeln. Aber sie fressen auch Regenwürmer, Insekten, Reptilien und Aas. Je nach Verbreitungsgebiet jagen sie aber auch Fische und Amphibien.
Wenn sie jagen, schweben sie in der Luft, visieren ihre Beute an und schlagen sie fast immer auf dem Boden. Sie stürzen sich mit einem gezielten Sturzflug auf ihre Beute. Oft sitzen aber auch die Bussarde auf Strommasten, Felsen oder Zäunen um nach Nahrung zu spähen.
Feinde des Bussards
Seine Feinde sind vor allem Raubvögel, wie Uhu, Habicht, Krähen, Kolkraben. Aber auch der Mensch (Windräder, Gift) und der Marder sind Feinde von Bussarden.
Fortpflanzung und Aufzucht
Die Paarungszeit ist bei den Bussarden von Februar bis Mai und die Geschlechtsreife beginnt ab dem 3. Lebensjahr. Sie sind monogam und verbringen oft mehrere Jahre als Paar zusammen. Im Frühjahr beginnen die Bussarde ihre Balzflüge, die sie mit einem Balzschrei, der laut zu hören ist, begleitet wird. Dieser erinnert auch an das Miauen von Katzen.
Seine 3-4 Eier brütet er etwa 30 Tage lang.
Nest und Jungvögel
Das tun sie meist am Waldrand. Die jungen Bussarde sind Nesthocker. Die Jungen verbleiben etwa 3 Monate noch im Nest und werden von ihren Eltern mit Futter versorgt. Erst nach diesen drei Monaten verlassen sie ihr Zuhause.
Symbolik , Mythologie und eigenes Erleben
Bevor ich mich mit der Symbolik des Bussard beschäftigte, schrieb ich nieder, mit was ich den Bussard in Verbindung brachte, bzw. welche Rolle er in meinem Leben spielte.
Die Symbolik, die ich fand, überraschte mich, weil sie sich mit meinem Empfinden überschnitt. Deswegen setze ich mein eigenes eigenes Erleben in kursiver Schrift dazwischen.
Der Vogel in Mythologie und Religion
Der freie Flug, aller Vögeln mit ihren schwingenden Flügeln faszinierte den Menschen schon immer. Der germanische Gott Odin, so wird es überliefert, hatte zum Beispiel die Gabe sich in einen Raben zu verwandeln, um besser über die Geschehnisse im Blick zu behalten.
Schon die Ägypter verehrten "Benu", einen göttlichen Vogel, der sich jeden Tag aufs neue durch die aufgehende Sonne erneuerte. "Im Mittleren Reich sahen die Ägypter bei Sonnenuntergang im Benu einen Falken, der nach seinem nächtlichen Aufenthalt in der Duat während der Morgenröte als Reiher neu geboren wird." (https://de.wikipedia.org/wiki/Benu)
Dieser Benu wurde deswegen auch mit der Auferstehung vom Tode in Verbindung gebracht.
Daraus entstand in der griechischen Mythologie der Phönix, der aus seiner Asche auferstand. In Skandinavien, Japan und in China wurde zum Beispiel auch der Kranich verehrt. Er war dort ein "Vogel des Glücks", weil er zum Beispiel den Frühling ankündigte, aber er wurde auch als ein Symbol der Langlebigkeit und Weisheit gesehen.
Christliche Symbolik des Vogels
Auch im Christentum ist die Taube - ein Symbol für den heiligen Geist.
Der Adler, der große und schönere "Bruder" des Bussards wurde der Sage nach von Zeus, dem oberste Gott, der griechischen Götter, um den Knaben Ganymed in den Olymp (Tempel von Zeus, am Berg Olymp) zu entführen. Eine Szene, die von vielen Künsteln dargestellt wurde.
Hier ein Bild von Rembrandt.
Im Christentum ist der Adler ein Kennzeichen des Evangelisten Johannes sowie zahlreicher anderer Heiliger und ein Sinnbild für die Himmelfahrt Christi.
Der Adler in anderen Kulturen
Viele indigene Völker Nordamerikas schmückten sich mit Adlerfedern als Zeichen der Tapferkeit. Es gibt noch viele Beispiel für die Verehrung des Adlers.
Der Bussard als spiritueller Begleiter
Der Bussard ist kein Adler, allerdings ist er ein Greifvogel. Und so gehören diese beiden Vögel zu einer Gattung. Viele Menschen sagen, wenn sie Bussarde fliegen sehen, "oh schaut, da sind kleine Adler".
Bei meinen Recherchen fand ich Internetseiten, von selbsternannten Schamanen oder auch Heilern, die den Bussard als Krafttier bezeichneten.
Die Botschaft des Krafttiers Bussard
Die Kraft des Bussardes wurde dort beschrieben. Wenn man dem Bussard begegnet, dann habe es folgende Perspektiven für sein Leben zu betrachten:
Das Leben aus der Vogelperspektive zu betrachten, würde bedeuten, das eigene Leben so zu betrachten, wie wenn man außerhalb von sich selbst ist. Man wertet nicht, man urteilt nicht, sondern man betrachtet, um zu verstehen.
Der Bussard würde Veränderung und Wandlung ankündigen, alles würde sich verändern. Der Bussard würde uns zeigen, wie wir durch Wachsamkeit unser Leben besser wahrnehmen und durch Achtsamkeit heil werden und ein gesundes Leben führen könnten.
Der Bussard sei Wächter, Späher und Bote zugleich. Sein Scharfblick würde uns ermöglichen, Situationen zu durchschauen. Durch seine Schnelligkeit könnten Entscheidungen in kürzester Zeit getroffen werden.
Eine persönliche Erkenntnis
Für mich war ein Satz wie ein Schlüsselsatz in meiner Begegnung mit dem Bussard:
"Wenn du die Bedeutung des Bussards in deinem Leben kennenlernen möchtest, solltest du wissen, dass er erscheint, wenn du zu viel persönliche Energie verbrauchst." (https://schamane-des-windes.com/krafttier-bussard/)
Lehren des Bussards
Das Krafttier Bussard würde, wenn wir ihm begegneten, uns lehren unsere Energien zu beherrschen. Außerdem würden wir lernen, Unterstützung anzunehmen, die aus unserer Umgebung kommen würde.
Die Bussard-Symbolik würde von Reinigung und Wiederherstellung der Harmonie in unserem Leben geprägt sein.
Wenn du möchtest, kann ich beide strukturierten Texte (diesen und den vorherigen) auch zusammen in einem formatierten Dokument für dich aufbereiten – als PDF, Word-Datei oder druckbares Layout. Sag einfach Bescheid!
Eigene Erfahrung:
2018
„Eine Frau machte sich auf den Weg eine Visionssuche zu machen. Sie saß mit acht anderen Frauen auf einem Berg. Der Berg war groß, es gab viel Platz für alle. Jeder hatte seinen Ort gefunden. Sie konnte keine andere Frau sehen, doch sie wusste, unterhalb nicht weit von ihr, da ist eine andere Frau, diese Frau war ihr Buddy. Sie wollte vier Tage allein, nur mit sich sein. Sie wollte niemanden sehen, hören, wahrnehmen. Am ersten Tag machte sie sich auf den Weg den Berg zu erforschen. Sie ging Richtung Westen. Plötzlich stand sie vor einem Tarp (Zelt), die Frau erschrak und rannte mit Herzklopfen zurück. Nachdem sie sich beruhigt hatte, dachte sie sich: „Im Norden ist eine Frau, im Westen auch, dann geh ich halt in den Osten.“ Und es dauerte nicht lange und da war schon wieder ein Tarp. Nachdenklich ging sie zurück zu ihrem Platz. Am Nachmittag beobachtete sie, versteckt hinter ihrem Haselnussstrauch, wie eine Frau aus dem Süden kam und sich direkt unter ihrem Platz in die Sonne legte. „Ich bin umzingelt“, dachte die Frau. Sie beschloss diesen Gedanken gehen zu lassen und sich nackt in die Sonne zu legen. Es regnete am nächsten Morgen. „Das ist eine gute Gelegenheit, es ist sehr früh am Morgen, es regnet, ich werde keine der anderen Frauen begegnen!“ Und so ging sie los. Es dauerte nicht lange und sie fand sich in einem Dickicht wieder. „Ich bräuchte eine Machete um hier durchzukommen“, sinnierte die Frau. Es blieb nur der Weg zurück zu ihrem Platz. So ging sie zurück. Sie fragte sich“ was will mir diese Erfahrung sagen“. Sie ließ die Frage wieder gehen, widmete sich dem Geräusch des Regens und dachte, es wird schon seinen Sinn haben, dass ich hier an diesem Platz verharren muss und nicht den Berg erforschen kann. Am vierten Tag schoss es wie ein Blitz in ihren Kopf. Grenzen! Überall war sie auf Grenzen gestoßen. Sie war begrenzt und von Grenzen umgeben. Was machten diese Grenzen mit ihr. Sie konnte nicht in die Weite gehen - ja aber es waren gute vier Tage gewesen, sie konnte Kind sein, sie hatte Kontakt zu Tieren, sie fühlte sich mit der Erde und dem Himmel verbunden. Die Natur hüllte sie ein an diesem Platz, den sie nicht verlassen konnte. Mit einem Mal nahm sie die Sicherheit wahr, die sie in all diesen Tagen und Nächten gespürt hatte. Nie hatte sie Angst, dass irgendwas passieren könnte, denn die anderen Frauen waren ja ganz nah. Sie war an einem sicheren Ort und er war sicher, weil er so begrenzt war. Die Frau war sehr glücklich.“
Diese Stelle kopierte ich aus meiner Abschlussarbeit der Ausbildung zur Gestalttherapeutin heraus, als Einleitung für meine Erfahrungen mit dem Bussard.
Am 3. Tag meiner Visionssuche nahm ich mir vor, ein imaginäres Gespräch mit meinem Vater zu führen. Das war eine große Herausforderung für mich. Mein Vater missbrauchte mich sexuell, als ich ein Kind war.
Ich bereitete einen Platz vor meinem Tart vor, um mich sicher zu fühlen. Stunde um Stunde schob ich das Gespräch auf. Irgendwann nahm ich meinen Platz ein. Da überkam mich eine große Angst und damit auch große Zweifel an meinem Vorhaben. Als ich so zweifelte, blickte ich in den Himmel und fing an zu beten, ich fragte Gott, wie ich das schaffen sollte, ob ich es überhaupt schaffen kann und ob er mir nicht ein Zeichen schicken könnte.
In diesem Moment kamen zwei Bussarde angeflogen, sie flogen – gefühlt- nur wenige Meter über mir. Es war, wie wenn sie ein Spiel spielten, es fühlte sich an, wie wenn sie mich zum Lachen bringen wollten. Sie balzten und turtelten, schwebten über mir und plötzlich wusste ich, dass sie für mich da waren. Sie gaben mir ganz viel Kraft. Wie lange das dauerte, weiß ich natürlich nicht, weil ich ja keine Uhr dabeihatte. Aber es kam mir vor, als wenn sie mich nicht verließen, bis ich genug Kraft hatte, mein Vorhaben zu schaffen.
Ich fing an mit meinem Vater zu sprechen und sie flogen davon. Das Gespräch war sehr intensiv, ich wechselte auch die Seiten und konnte fühlen, wie schlecht es meinem Vater ging. Es war ein großer Schritt für mich und hat mir bei meinem Heilungsprozess sehr geholfen. Dank der Bussarde hatte ich es geschafft.
Mehrere Bussarde besuchten mich immer wieder, am letzten Tag kamen sieben Stück. Vielleicht ist ja der Bussard mein Krafttier.
"Die Bedeutung des Bussards bringt auch die wahre Bedeutung von Leben und Tod in den Mittelpunkt. Das Bussardkrafttier hat eine unheimliche Fähigkeit, den Tod zu lokalisieren und sich vom Tod zu ernähren." (https://schamane-des-windes.com/krafttier-bussard/)
Der Tod ist auch ein Zeichen von Leben, denn ohne Sterben, kann kein neues Leben entstehen und ohne Leben, gibt es keinen Tod. Der Bussard würde Effizienz in Handlungen lehren. Außerdem würde eine Veränderung unmittelbar bevorstehen.
Wenn das Krafttier des Bussards seinen Weg in unser Leben flöge, würde man einen Neuanfang erleben. Denn die Bussard-Symbolik sei mit Reinigung und Wiedergeburt verbunden. Der Bussard würde helfen die Zweifel zu besiegen und Ängste loszulassen.
Mein Traum: Ich lag auf einem Sofa, vor dem Raum, in dem ein mir nahestehender Mann bei einem schamanischen Trommelkreis mitmachte. Ich wartete auf ihn, warum weiß ich nicht mehr. Es ging ihm nicht gut und damals war mein " Ich " noch überwiegend damit beschäftigt, für andere da zu sein. Ich war wenig bei mir.
Ich schief ein, der Rhythmus der Trommeln wiegte mich in den Schlaf. Eine Stimme sagte im Traum zu mir, „suche deine Aufgabe im Leben“. Plötzlich flog über mir ein Bussard, er schwebte, kreiste, beobachtet mich.
Als ich erwachte, dachte ich, ok, meine Aufgabe ist es, dem "Mann" seine Kraft auf zu zeigen und zu zeigen, dass der Bussard ihm helfen könnte, sich zu finden.
So fing ich an für ihn ein Kissen zu sticken mit einem habichtartigen Vogel. Dieser Mann brachte mich in meiner Ausbildung zur Gestalttherapeutin extrem an meine Grenzen. So hörte ich auf für ihn zu sticken. Der Kissenbezug lag ein Jahr, ein Jahr in dem sehr viel in meinem Leben passiert, in einer Schublade. Eines Tages stieß ich beim Aufräumen auf ihn. Und ich beschloss, diesen Vogel für mich selbst fertig zu sticken.
Heute denke ich, dass die Traumbotschaft für mich war, sie sollte mir zeigen, wer mein Krafttier ist. Denn der Bussard hat mir Licht in mein Dunkel gebracht.
Quellen:
https://www.planet-wissen.de/natur/voegel/greifvoegel/pwiemythosadlervonzeuszumeuro100.html
http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/volltextserver/10154/1/Lunczer_Diss_Voegel.pdf
http://www.schamanische-krafttiere.de/krafttier-bussard.html
https://www.wirkendekraft.at/Krafttier_Bussard/
https://ulikloes.de/2020/03/08/mythologie-und-vogel/
https://de.wikipedia.org/wiki/Benu
https://imageapi.khm.at/images/41/GG_276_HP.jpg
https://schamane-des-windes.com/krafttier-bussard/
Bussard | Steckbrief | Tierlexikon (biologie-schule.de)
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http://www.schamanische-krafttiere.de/krafttier-bussard.html
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