Jeder, der vier Tag im Wald ohne Essen nur mit Wasser, einer Isomatte, einem Schlafsack und einer Plane im Wald verbringen möchte, der hat mit hoher Wahrscheinlichkeit gute eigene Gründe und eine sehr hohe Motivation, die ihn das machen lassen.
Mich persönlich hat der Ruf gepackt an einer Stelle in meinem Leben, an der ich bereit war, mich meinen dunklen Themen aus meiner Kindheit zu widmen (siehe der Missbrauch) und aber auch um herauszufinden, was möchte ich in meinem nächsten Lebensabschnitt noch tun, erreichen bzw. für mich Sinnstiftendes erleben und tun.
Wer bin ich? Was will ich? Für was stehe ich und gehe ich?
Was gibt meinem Leben einen Sinn?
Gründe gibt es so viele wie es Menschen gibt. Das können Übergangssituationen sein, im jungen Erwachsenleben oder auch bei Umbrüchen im Leben. Krisen, Veränderungen aller Art (Wohnort, Trennung, Arbeitswechsel…), genauso wie eine bevorstehende Heirat, ungeklärte Fragen (z.B. will ich Kinder oder nicht), Erkrankung, der Tod einer nahestehenden Person und noch vieles mehr.
Welche Veränderung auch immer bei jedem einzelne ansteht und mit diesem Ritual begangen und bekräftigt wird, - Lehrer*in und Therapeut*in ist die Natur. Die Natur, die uns Spiegel gibt, Erfahrungen ermöglicht, Zeit und Raum zur Verfügung stellt mit ihrer Wildnis.
Für mich, Riki als Visionssucheleiterin, steht die Freude an dem Miteinander in der Gruppe und die Liebe zu jedem zu begleitenden Menschen im Vordergrund. Ich möchte die Teilnehmer*innen darin unterstützen, sich im Einklang mit der Natur zu erleben. Als beratenden Gestalttherapeutin konnte ich vielen Menschen in ihrem Wachsen und Verändern unterstützen, auch diese Erfahrung kann ich bei als Leitung einer Visionssuche unterstützend einsetzen.
Die Visionssuche als Übergangsritual:
Die Vorbereitung auf die vier Tage fastend in der Natur unterzieht sich genauso wie das Fastenritual (vier Tage in der Natur) einer klaren Struktur.
Ein dreiteiliges Ritual, indem es ums Loslassen, Wandeln und gewandelt Zurückkommen geht. Diese Struktur ermöglicht durch die Kraft der Rituale, Sicherheit zu gewinnen, um uns eigenverantwortlich dem eigenen Seelenzustand stellen zu können.
In der Gestalttherapie sprechen wir von einem Nullpunkt. Ein Nullpunkt an dem wir uns entscheiden können, in welche Richtung wir gehen möchten, wenn die alte Richtung nicht mehr passend erscheint.
Vielleicht ist es aber auch das Sinnbild für ein Gefäß, unser Leben, das wir uns anschauen und betrachten, aus dem Gefäß etwas schütten und es mit neuem Inhalt füllen wollen.
Vom Nullpunkt aus oder dem geleerten Gefäß, wagen wir uns an Neues und wachsen.
Ablauf:
Vier Tage Vorbereitungszeit (Ablöse), in denen deine Absicht, dein Anliegen mit Hilfe von Naturaufgaben und Medizinwanderungen geklärt werden. In denen du Einweisungen für deine Sicherheit/Fasten und Rituale erhältst.
Vier Tage allein fasten (Schwellenzeit) in der Natur ohne Ablenkung mit minimaler Ausrüstung (Absicherung für jedes Wetter), in denen du dich mit der Natur deinen Themen widmen kannst und die vorhergegangenen Übungen weiterwirken können. (Leitungen sind im Basislager und unterstützen die Gruppe)
Vier Tage Nachbereitung (Wiedereingliederung), Rückkehr, Fastenbrechen, erzählen deiner Geschichte unter Zeugen und gespiegelt werden. Integration der Erfahrung in den Alltag und Lebensplan.
Zwölf Monate im Anschluss, in denen du bei auftauchenden Fragen oder Irritationen mit uns in Kontakt treten kannst.
Katharina: „Ich danke euch für dieses Wochenende der Heimkehr. Ein Wochenende, an welchem ich die Reise zu mir wieder aufgenommen habe. Ich danke euch für das Halten des Raums, für das Zuhören, das Hineinfühlen und Mitfühlen, für das Mittragen und Stehen-Lassen. Ich danke euch für das Öffnen und für das Schließen der Wege und Räume, für euer Auffangen. Ich habe mich zu jeder Sekunde geborgen und sicher gefühlt.”
Wer begleitet dich?
Riki Meier-Müller erfahrene Visionssucheleiterin und initiatorischen Naturpädagogin INP, Gestalttherapeutin, Heilpädagogin
Ulrich Imrich Visionsuchleiter / INP Fortbildungsleiter / tf TZI Gruppenpädagoge https://naturseminare-visionssuche.de/
Elena: „Ich bin so dankbar über diese so wertschätzende Führung und dieses Besondere Gefühl der Verbundenheit mit den Teilnehmern. Gleichzeitig durfte ich ganz bei mir sein und Meins spüren, erfahren und gespielt bekommen.”
Wo, wie, wann?
Kosten:
Seminar nach Selbsteinschätzung à 880,- bis 1180,- €
Mehrbettzimmer à 300,00 Euro
Zeltplatzmiete à 250,00
Teilverpflegung und das abschließende gemeinsame Festessen inklusive
Termin:
Sonntag 08.August 2027 bis Freitag 20.August 2027
Ort: Haunsbach 12, 94344 Wiesenfelden
Am Rande des Vorderen Bayerischen Waldes liegt Wiesenfelden in ruhiger Umgebung, 20 km nördlich von Straubing. Haunsbach bildet einen kleinen Abschnitt des Ortes, zwischen zwei älteren Bauernhäusern und einem Haus aus den 80er Jahren. Der Ort wirkt geerdet und beständig, aber auch wachsend, als Basis für die Vor- und Nachbereitung der Visionssuche. Ein großzügiger Garten bietet eine offene Fläche, für die Zelte, ideal für Pausen.
Teilnehmerzahl: Die Visionssuche findet in jedem Fall statt/ max. 8 Teilnehmer*innen
Informationen: Sicherheit, wettergerechte Ausrüstung und eine klare Packliste werden rechtzeitig bereitgestellt.